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Hornissengift und seine Substanzen

 
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Insektengiftmischung


Sämtliche aufgelisteten Insektengifte sind in ihren Inhaltsstoffen ähnlich zusammen gesetzt. Die verschiedenen Substanzen werden in mehreren Drüsen gebildet und erst bei einem Stich vermischt gespritzt. Hier entsteht erst in kombinierter Mischung die Wirksamkeit einer Stichreaktion (toxische Wirkung).

Substanzen verschiedener Insektengifte :

Mellitin
Phospholipase A
Hyaluronsäure
Antigen V
Acetylcholin
Menge in mcg
Honigbiene
X
X
x
x
-
0,1
Hummel
-
x
x
x
-
0,1 - 0,2
Wespe
-
x
x
x
-
0,2
Hornisse
-
x
x
x
x
0,2 - 0,3


Die Wirkungsweise der einzelnen Stoffe ist unterschiedlich und wird nachstehend beschrieben. Eine Schwellung, Rötung und ein Juckreiz gehört zu jedem Stichereignis dazu.

Wirkungsweise der Substanzen :

Stoff
Wirkung
Histamin, Serotonin, Acetylcholin (bei Hornissen), Dopamin, Noradrenolin, Adrenalin
Schmerz, Hautiritation und - rötung
Kinine (bei Bienen Mellitin)
Blutdrucksenkung, Zellzerstörung, Schmerz
Phospholinsäure A und B, Hyaluronidase
Antigenreaktion, Erhöhung der Permeabilität zur Ausbreitung im Gewebe, Zellschädigung, Hautrötung


LD 50 Testverfahren:
Testkandidat ist eine Maus! Dieser Test sagt etwas über die Stärke eines Giftes aus. Dabei geht es um eine Norm, die so genannte LD50, die mittlere letale (tödliche) Dosis gemessen in mg pro Kilogramm Körpergewicht!

Bei der Hornisse: 10 – 90 mg/kg
Bei der Honigbiene: 2,8 mg/kg

Je kleiner der Wert, desto wirkungsvoller, also giftiger, das Gift !




Reaktion auf einen Stich einer Gemeinen Wespe (Vespula vulgaris) :

Der Stich wurde NICHT behandelt um den Entwicklungsverlauf zu dokumentieren.



Aufnahme vom 31.08.2016 um 19:40; in der Mitte der Rötung befindet sich die Einstichstelle !



Aufnahme vom 31.08.2016 um 19:40; Schwellung, Rötung und Juckreiz sind spürbar.



Aufnahme vom 31.08.2016 um 21:40; die Schwellung hat sich deutlich vergrössert.



Aufnahme vom 31.08.2016 um 21:40;



Aufnahme vom 31.08.2016 um 21:40





Nach zwei Tagen ist von der Stichreaktion kaum noch etwas zu sehen. Hätte die gestochene Person jedoch nach der Injektion des Giftes eine Behandlung vorgenommen, so wäre die Reaktion auf die Giftwirkung wesentlich geringer ausgefallen.



Aufnahme vom 02.09.2016 um 13:10; Schwellung und Rötung sind abgeklungen und
nur noch an der Einstichstelle ist ein rötlicher Fleck übrig geblieben.


- Aktualisiert am 19.10.2017 -