Hornissenschutz in der Schweiz
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Wie wurde die Hornisse zum "Hobby"

 
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Es war in den Mitte 80er Jahren als ...


Wir schreiben genauer das Jahr 1986.
Damals hatte Herr Fischer aus Beringen ihm erzählt, wo es ein Hornissennest habe. Die Hornissen hatten das Nest ausserhalb des Vogelkastens weiter gebaut. Als dies nun ein Spaziergänger gesehen hatte, habe er einen Ast genommen und die Traube unterm Kasten abgeschlagen.
Genügend hatte er gehört und die Suche nach dem vermeintlichen Kasten konnte beginnen. Am rechten Wegrand des Waldweges über den Buck nach Neuhausen a. Rhf. hieng der beschriebene Kasten in etwa sechs Meter Höhe an einer Fichte. Es herrscht kein Flugverkehr mehr! Daraufhin hatte er den Kasten mit einem Seil aus seiner Verankerung gerissen. Ratsch!! Und da lag dieser, auf dem Boden im Wald. Die eigewachsene Halteleiste klebte noch immer an der Fichte. Vorsichtig wurde der Kasten geöffnet und ein beinahe komplett verschimmeltes Nest kam zum Vorschein. Nur die untersten Wabenstockwerke waren noch nicht von Schimmel befallen.
Zu Hause hatte er das Nest aus dem Kasten geschält und die letzten beiden Stockwerke zum Trocknen unter die Heizung gelegt. Die restlichen Etagen fanden im Abfalleimer ihr Ende. Der Kasten - er war nicht mehr zu gebrauchen - konnte damals noch beim Holz für das 1. Augustfeuer deponiert werden.
Das Nest stammte mit grösster Wahrscheinlichkeit aus dem vergangenen Jahr 1985. Heute hat das Nest in einer Vitrine seinen Platz im Elternhaus gefunden. In dieser Vitrine hat auch die älteste Königin aus jenem Nest gelegen.

Ein weiteres Mal kam er anno 1987 in den Genuss ein Hornissennest zu finden. Zusammen mit seinen Eltern nahm er am "KOS"-Ausflug teil, welcher sie über Dörflingen an den Rhein führte. Entlang jenes Weges in der „Loog“ stehen zwei mächtige Fichten. In der zweiten hieng ein Kauzennistkasten, vor dessen Kastenloch sich Hornissen tummelten.
Zusammen mit seinem Vater hat er am 21.05.1988 die von einem Star zerhackten Nestreste aus dem Kasten geborgen und ein relativ gut erhaltenes Stück nach Hause mitnehmen können. Dieses Stück, etwa fünf Wabenstockwerke, hat er auf ein Brettchen aufgeklebt und in seinem Jugendzimmer des Elternhauses aufgehängt.
Heute hängt es nicht mehr im Zimmer!

Richtig angelaufen ist die ganze Faszination erst in der dritten Sekundarschule. Damals hat er von J. Eisenhut den Hinweis erhalten, wo sich ein Hornissennest breit machte. Alsbald hat er den besagten Schopf zusammen mit J. Eisenhut aufgesucht. Das Landstück gehörte Eisenhuts Eltern. Ein brillantes Bild bot sich.
Es ist der 23.08.1989; Stichtag seiner ersten Eintragung, mit Skizze der Örtlichkeit und der Lage des Nestes. Das Fieber hat eingeschlagen. Die „Jagt“ kann beginnen! Und sie findet seitdem alljährlich wieder statt. Mal intensiver, mal weniger häufig.


Zusammenbau des geborgenen Hornissennestes in Merenschwand: 11.07.2009
Einsatz in Merenschwand (AG) 2009; Umsetzung aus einer Storennnische (Bild von D. Rotacher) .


Viel Erfahrung konnte er in dieser Zeit sammeln, einzelne Rückschläge mussten einsteckt und viele schöne Momente konnten erlebt und festgehalten werden.
Zwischenzeitlich haben sich eine ganze Anzahl schöner Nester im Elternhauses und eigenen Heim angesammelt.

Seit 2001 nun www.hornissenschutz.ch auf dem Web zu besuchen ist, sind die Beratungsanfragen stetig gestiegen. Zahlreiche Beratungen per eMail oder Telefon und direkt vor Ort konnten durchgeführt werden und die Umsetzungen haben sich vorerst zwischen 11 und 14 Stück pro Jahr eingependelt.


- Aktualisiert am 17.10.2017 -