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Die Grosse Lehmwespe

 
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Delta unguiculata - Villers, 1789


Vorkommen:

Von Südeuropa bis nach Kleinasien vertreten. Die nördliche Ausbreitungsgrenze liegt in Süddeutschland.
Bevorzugt sonnenexponierte, meist ost/ südost ausgerichtete frei gelegene Steine und Mauern. Sie hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im Siedlungsgebiet.

Grösse:

Weibchen "Königin" 20 - 26mm
Männchen "Drohn" 16 - 20mm

Flugzeit:

Sie fliegen von Anfang Juni bis Ende August. Die männlichen Wespen befreien sich jeweils zuerst.

Verhalten:

Die Weibchen heften ihre Lehmnester an rauhe meist helle Oberflächen bis in Höhe gar über 15m. In Gruppen von 3, 5 oder bis 7 Gefässen werden die Brutnester vom Weibchen angelegt und zum Schluss mit einer Lehmschicht überzogen. Das Gebilde sieht hernach aus als klebe ein Lehmklumpen an der Hauswand, in der Fensterbankecke oder am Türrahmen.
Das Weibchen fängt zur Befüllung der Lehmgefässe 2 - 3 Eulen- (Noctuidae) oder Spannerraupen (Geometridae) und legt anschliessend ein Ei dazu. Die Larven entwickeln sich noch im selben Jahr und überwintern in einem selbst gesponnenen Kokon.
"Nach eigenen ersten Beobachtungen, werden die männlichen jeweils mit einer Raupe weniger versorgt, als die weiblichen Wespen."


Quelle: "Wespen" von Rolf Witt




Beobachtung am Türsturtz zur ehemaligen Werkstatt in Beringen am 28. Juni 2005 :



Einbringen einer erbeuteten Raupe in ein offenes Lehmtöpfchen.













Verschluss des Lehmtöpfchens nach der Eiablage.






Grosse Nestanlage aus etwa 27 Zellen Richtung Osten an einem Türrahmen aus Stein.



12 Lehmwespen sind bis Mitte Juni geschlüpf, hernach ging nichts mehr !




Zufällige Begegnung einer Paarung von Delta unguiculata in einer Hecke nahe des Naturschutzgebietes "Rossfähi" bei Beringen (CH) am 10. Juni 2007 !



Das Männchen sitzt rittlings auf dem Weibchen auf.












Das Ende einer strengen Saison fordert seine Opfer am 23. Juli 2011



Am Brunnen totgeschlagen und ins Wasser geworfen; entdeckt am 23. Juli 2011





- Aktualisiert am 18.10.2017 -