Hornissenschutz in der Schweiz
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Gäste im Hornissennistkasten

 
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Andi Roost
Fotos und Zeichnungen
Andi Roost
 

 

 

 

 

Manchmal bietet der Hornissennistkasten anderen Tieren Asyl


Seit Beginn meiner Hornissenkastenproduktion im Jahre 1989 fanden nebst Hornissen und anderer Wespenarten auch andere Tiere unterschlupf. Dabei gibt es Sommer- aber auch Wintergäste und solche die auch Sommer und Winter im Kasten verbringen.

Nachfolgenden einige Bilder aus der Vergangenheit.




Bilche im Hornissennistkasten :

Bereits 1994 konnte in Hornissenkasten 5 eine Siebenschläferfamilie beobachtet werden. Eigentlich war der Austausch des Daches geplant und bereits alles vorbereitet. Bei der Abnahme des zerfallenden Daches flüchteten dann mehrere Jungtiere und die Mutter über den Einflugschlitz auf die Äste der Eiche. Das Dach konnte nun unter Beobachtung der verbliebenen Jungtiere im Kasten ausgetauscht werden. Die Einflugschlitz waren derzeit noch 130x20mm (heute 130x14mm).


Hornissenkasten 3: 2001
Beschädigter Hornissennistkasten 3, nachdem er von Siebenschläfern bewohnt wurde; 10.06.2001



Eine Haselmaus (Mascardinus avellanarius) schläft im Hornissennistkasten 5; 30.05.2005


Heute sind nur noch in seltenen Fällen Bilche im Hornissennistkasten. 2020 gab es noch einen Besuch; der Siebenschläfer hatte Quartier in Hornissenkasten 12 bezogen. Zugang fand der Siebenschläfer über den etwas geweiteten Kotschlitz, welcher einseitig ja einen Spalt im Bodengitter aufweist.




Honigbienen im Hornissennistkasten :

Lange Zeit hatte ich keine Schwierigkeiten mit Honigbienen in meinen Hornissennistkästen. Dies hat sich jedoch in den vergangenen Jahren verschäft. Dies deutet auch darauf hin, dass auch diesen, einem Imker verlohrenen Schwärme eine entsprechende Behausung fehlt!
In der Vergangenheit wurden vermehrt die beiden Hornissennistkästen 6 und 8 mit ihren zwei seitlich gelegenen Einflugöffnungen bezogen wurden. Deshalb wurden diese zwei vorübergehend aus dem Verkehr gezogen, auch weil Hornissennistkasten 8 2020 abgestürzt war.



Die ersten Honigbienen in einem meiner Hornissenkästen. Der Schwarm hatte sich hier im
Frühsommer den Hornissenkasten 6 als Nistplatz ausgesucht; Aufnahme vom 28.08.2001



Der Hornissenkasten 6 wird ausgeräumt und gesäubert, nachdem das Honigbienenvolk
den Winter nach einer Störung nicht überlebt hat; 17.02.2002



Ausräumen des über den Winter abgestorbenen Honigbienenvolkes
aus Hornissennistkasten 3; 02.05.2006



2019 ist in Hornissennistkasten 8 ein Honigbienenvolk eingezogen; Aufnahme vom 22.05.2018


Das Honigbienenvolk hatte den Winter 2019/ 2020 gut überstanden und war gut in den Frühling gestartet. Erfolgreich fand der Volksaufbau statt, doch das Gewicht des Wabenbaus bzw. des Brutnestes und der Honigvorräte sollte im Herbst zu einem abrupten Saisonende führen. Die Verschraubungen an den Rahmenauflagen reissen aus und der Hornissenkasten 8 samt Volk und Wabenbau stürzt ab!



Wo ist der Hornissennistkasten 8?! Der Rahmen hängt ohne Kasten an der Föhre; 19.10.2020



Der Hornissennistkasten 8 liegt kopfüber am Fusse der Föhre und die Honigbienen
sind grösstenteils abgeflogen; 19.10.2020


Aktuell ist noch ein Hornissennistkasten durch Honigbienen bezogen; Hornissenkasten 15! Ob die Honigbienen den Winter 2020/ '21 ungestört überleben, steht noch offen. Sollte dies der Fall sein, so soll das Honigbienenvolk in eine passendere Behausung umlogiert werden.




Vögel im Hornissennistkasten :

Die breiteren Einflugschlitze boten zu früheren Zeiten genügend Platz, vor allem nachdem diese durch die Hornissen von innen auch noch erweitert wurden, damit z. B. eine Blaumeise durchschlüpfen konnte. Nachstehend einige Bilder dazu:



Eine Blaumeise verlässt gerade Hornissenkasten 7 (etwas unschaft aufgenommen); 20.05.2012



Eine Blaumeise sitzt in Hornissenkasten 1 auf ihrem Gelege; 16.05.2015



Mit zischenden Lauten versucht die Blaumeise dem Eindringling zu imponieren; 16.05.2015


Seitdem die Einflugöffnungen schmaler sind, ist die "Problematik" mit den Meisen behoben. Akut wurde die Situation nachdem die Halteleisten in allen Hornissennistkästen verschraubt waren. Dabei kam es zu Brutausfällen, weil die jungen Meisen nicht über den Holmen hinweg kamen und verhungerten oder die Brut auch aufgegeben wurde. Diese unbefriedigende Situation bewog mich nach mehrerer solcher Fälle die Einflugöffnungen endgültig auch durch den Spechtschutz auf 14mm Breite zu verengen!




Wintergäste im Hornissennistkasten :

Grundsätzlich bleiben die Hornissennester über Winter in meinen stationär aufgehängten Hornissennistkästen. Erste Ende April Anfang Mai werden die Nester aus den Hornissennistkästen ausgeräumt und ausgekratzt. Das Hornissennest wird über die kalte Jahreszeit von unterschiedlichen anderen Insekten als Überwinterungsquartier bezogen und überleben so den Winter.

Amerikanische Kiefernwanze (Leptoglossus occidentalis, Heidemann 1910):



Eine Kiefernwanze spaziert durch die Stube und wird hernach ins Freie gesetzt; 01.12.2018



Eine Kiefernwanze spaziert durch die Stube und wird hernach ins Freie gesetzt; 01.12.2018

Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis, Pallas 1773):



Asiatische Marienkäfer bilden Überwinterungskolonien; 17.12.2020



Asiatische Marienkäfer bilden Überwinterungskolonien; 17.12.2020



Asiatische Marienkäfer bilden Überwinterungskolonien; 17.12.2020

Fliegen (Brachycera):



Fliege in einer Zelle eines Hornissennestes. Auch hier wurde das umgesiedelte Hornissennest
aus dem Umsiedlungskasten ausgeräumt; 28.01.2019

Florfliegen (Chrysopidae, Schneider 1851):



Eine Florfliege beobachtet beim Ausräumen eines umgesiedelten Hornissennestes
aus dem Umsiedlungskasten im Schopf; 10.12.2020



Eine Florfliege beobachtet beim Ausräumen eines umgesiedelten Hornissennestes
aus dem Umsiedlungskasten im Schopf; 10.12.2020

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