Hornissenschutz in der Schweiz
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Hornissennistkasten nach Andi Roost

 
Herausgeber + Webmaster
Andi Roost
Fotos und Zeichnungen
Andi Roost
 

 

 

 

 

Die ersten Entwicklungs- und Fortschritte


Vorbild für den ersten Hornissennistkasten aus eigener Fertigung war die Beschreibung und die Abbildung zum einen in "DAS TIER" und zum andern in der Zeitschrift von Pro Natura - damals noch Schweizerischer Bund für Naturschutz -, welche auf der vorangegangenen Seite beschrieben wurden.
Nachfolgend werden die ersten Entwicklungsschritte beschrieben und alle weiteren Anpassungen im Allgemeinen zu den nunmehr vorhandenen und gefertigten Modellen aufgezeigt. Jedes Modell hat auf den folgenden Seiten seine eigene Plattform.




1989

Es entsteht in diesem Jahr der erste eigene Hornissennistkasten - Hornissenkasten 1 (Zeichnung in neuem Fenster) - nach dem Vorbild des "Mündener" Hornissennistkastens, jedoch bereits mit eigens eingeflossenen Ideen, welche der Zeichnung zu Hornissenkasten 1 entnommen werden können.




Hier einige Eckdaten zum ersten und zweiten Hornissenkasten (HK1 + HK2) :

Das Dach neigt sich 25° nach vorne.
Die Front ist 50cm hoch.
Selbige ist gegenüber der Rückwand um 20mm nach unten versetzt.
Die Dachlatte ist nicht ans Dach, sondern horizontal zwischen Front und Rückwand geschraubt.
Der Kotschlitz (zur Front hin offen) schliesst einen Winkel von ca. 137° ein und ist mit Heu überdeckt.
Der Aufhängerahmen ist breit und der Kasten hängt zwischen den am Baum anliegenden Leisten.
Gehobelte und verleimte Tablarbretter von 250mm Breite und 20mm Dicke werden verwendet.
Einflugschlitz bei Kasten 1 in der unteren Fronthälfte.
Kein Fluchtschlitz!
Für den äusseren Anstrich Livos Holzlasur Nr. 740 062 - Nussbaum - verwendet.


Erster Hornissenkasten Nr1 von 1989
Der Hornissenkasten 1 hängt als erste Nisthilfe in der "Loog" (SH); entstanden 1989




Bis 1990

Es entstehen bis dahin drei fast identische Hornissennistkästen. Alsdann fliessen die Erfahrungen und ersten Erkenntnisse aus den ersten drei Hornissennistkästen in den Bau von Hornissenkasten 4 ein. Ein erster Wandel vollzieht sich in der Bauform. Sowohl das äussere Erscheinungsbild wie auch der Aufhängerahmen wandeln sich.




Hierzu werden am bisherigen Modell einige Änderungen vorgenommen :

Das Dach neigt sich neu 15° nach vorne.
Die Front von HornissenKasten 4 ist 60cm - nachfolgende Modelle wieder 50cm - hoch.
Rechtsseitig hat HK4 eine Tür, welche das beobachten der Hornissen durch eine Glasscheibe ermöglicht.
In der Rückwand ist ein Mikrophon eingebaut, zu Aufnahmezwecken (Kam jedoch nie zum Einsatz).
Der Aufhängerahmen ist speziell, doch hakt der Kasten bereits ausserhalb der senkrechten Leisten ein.


Hornissenkasten 4: 1990
Der Hornissenkasten 4 unter dem Vordach meines Elternhauses; entstanden 1990




Ab 1992

Im Verlauf einer grösseren Revisions- und Erneuerungsphase werden die alten verleimten und gehobelten Seitenbretter der Hornissennistkästen durch sägeraue Fichten- oder Tannenbretter ersetzt. Während diesen Arbeiten entsteht auch ein neuer Hornissenkasten; die Nummer 5 - HK5.




1998

Es versteichen weitere drei Jahre, ohne dass neue Hornissennistkästen entstehen.
Erst jetzt werden nach einer Idee zwei spezielle Hornissennistkästen realisiert. Im Herbst 1998 werden die Hornissenkästen 6 und 8 fertiggestellt.
Hornissenkasten 6 wird im Herbst 1999 in der Nähe eines Vogelnistkastens mit Hornissennest aufgehängt und im Frühjahr 2000 von einer Hornissenkönigin bezogen (HR4 2000).




Sie finden hier eine Zeichnung von HK6 bzw. HK8 (Zeichnung in neuem Fenster) und nachstehend einige Details zu den zwei Hornissenkästen :

Fluchtschlitz von 12mm unterm Dach.
Einflugöffnungen mit den Seitenlängen 2/ 2/ 2/ 2cm.
Zwei auf der Kastendiagonale seitlich eingelassene Einflugöffnungen.
Kastenfront 55cm (Standard "form55" - Modell).
Breite der ungehobelten Fichtenbretter 250mm und 18mm Dicke.
Kasten 6 ohne, Kasten 8 mit seitlicher Tür.
Hakenabstand an der Rückwand 390mm.


Hornissenkasten 8: 1998
Der Hornissenkasten 8 am Haus meiner Eltern; entstanden 1998


Mit diesen zwei bzw. den nachfolgend erbauten Hornissennistkästen entsteht die Modellreihe "from55". Diese Hornissenkastenform wird im weiteren Verlauf etwas genauer beschrieben und ausführlicher dargestellt. Sie können über die Startseite oder gleich hiermit hornissenkasten-form55.htm zur Beschreibung gelangen.





Die Bezeichung der Modellreihen "form45", "form55" oder "form65" leitet sich davon ab, dass die Zahl hinter "form" die Frontlänge des Hornissennistkastens in Zentimeter beschreibt. Das heisst also, dass ein Hornissennistkasten der Modell- oder Baureihe "form55" eine 55cm lange Front hat!


Baureihe Form45; Hornissenkasten 27
Baureihe Form55; Hornissenkasten 23
Bild oben links zeigt den Kasten "form45" und Bild oben rechts den Kasten "form55"




Winter 1999/ 2000

Es entsteht ein erster Hornissennistkasten mit der Nummer 27 der Modellreihe "form45" - HK27. Sie können über die Startseite oder gleich hiermit hornissenkasten-form45.htm zur Beschreibung gelangen.




2008

Endlich kann das zugeschnittene Holz für die neuen grossen Hornissennistkästen der Modellreihe "form65" verarbeitet werden. Es entstehten drei baugleiche Hornissenistkästen, welche aber ausschliesslich für die eigene Umsiedlungstätigkeit vorgesehen sind. Sie können über die Startseite oder gleich hiermit hornissenkasten-form65.htm zur Beschreibung gelangen.




Winter 2009

Nachdem die Fangbox für den Hornissenumsiedlungskasten mit integrierter Fangbox bereits seit einer Weile bereit steht, kann nun auch der Hornissenkasten der Modellreihe "form60-u" um die Fangbox herum gebaut werden! Dieser Prototyp wird immer Mal wieder in den Einsatz mitgenommen und erfährt gleich einige Anpassungen und Änderungen nach den ersten Umsiedlungen. Sie können über die Startseite oder gleich hiermit hornissen-int-box.htm zur Beschreibung gelangen.




Frühjahr 2012

Endlich ist es nun geschafft und auch für die neuen Hornissennistkästen der Baureihe "form55" steht eine Zeichnung - jedoch ohne Vermassung - zur Verfügung. Aus den einzelnen Beschreibungen kann jedoch entnommen werden, wo welche Masse hinpassen.


Schnittzeichnung der Baureihe Form 55
Der Hornissenkasten ist in der Rückwand aufgetrennt und umgeklappt.
Dachleiste, Seitenleisten, Seitentür und Aufhängerahmen auf einen Blick!




2016

Alle Hornissennistkästen sind in der Werkstatt versammelt - fast alle, Nr. 21 fehlt! Eine umfangreiche Revision und Überarbeitung findet statt und dauert bis ins Frühjahr 2017 hinein. Sämtlichen stationären Hornissennistkästen werden die Halteleisten entnommen und zu Klötzchen verarbeitet. Die Hornissennistkästen werden demontiert, ausgekratzt, gebürstet, aussen frisch lasiert und erhalten nach dem Zusammenbau ein grösseres Dach von 350x350x19mm, welches neu von der Seite her verschraubt wird. Die Beschriftung "hornissenschutz.ch" wird aufgefrischt und der Alu-Spechtschutz durch einen aus Edelstahl mit 14mm breitem Schlitz ersetzt.


Nest-Abrutschsicherung befestigen
Mit einer Schablone werden die Klötzchen aufgeklebt und verschraubt


Nest-Abrutschsicherung; Seitenverteilung
Die Klötzchen sind auf die vier Seitenteile des Hornissennistkastens verteilt


Nest-Abrutschsicherung im Hornissenkasten
Blick vom Dach her zur Kotschräge. Dachleiste und die zehn stufig verteilten Klötzchen


Die Klötzchen an den Seiten ersetzen die durchlaufenden Halteleisten, welche immer mal wieder zu Rissen in den Seitenteilen führten. Die Klötzchen wurden und werden jedoch gleich aus den Halteleitsen gesägt und haben etwa die Abmessungen von 24x24x24mm. Durch die Verteilung ist nun gewährleistet, dass auf jeden Fall mindestens ein Klötzchen im Nestwachstum erreicht wird und das zunehmende Gewicht des Hornissennestes aufnimmt.




Frühling 2018

Seit nun zwei Jahren waren die stationären Hornissennistkästen aus der Region eingelagert und einigen Anpassungen unterzogen worden. Nun hängen 27 der Rund 35 zur Verfügung stehenden Hornissennistkästen wieder an alten und neuen Standorten.



Blick in den vorbereiteten Hornissennistkasten mit dem eingelegten Heu. Der Hornissennistkasten,
hier die Nummer 15, wird hernach in den Rahmen an einer nahen Eiche eingehängt




Sommer 2018 - Die Geburtsstunde der Hornissennistkiste (Honiki)

Durch die neue Hornissen-Umsiedlungskiste "form60-m" stellte sich die Frage, ob die bisherige Bauform der Hornissennistkästen beibehalten werden sollte oder nicht? Es wurde beschlossen, dass für die künftige Produktion eine Vereinheitlichung und einige zusammenführende Anpassungen von Nöten wären. So wurden alle bislang gemachten Erfahrungen noch einmal in die Waagschalte geworfen und neu sortiert.
Entstanden ist aus diesem Sortiment eine neue Nistkastengeneration, welche die bisherigen Vorteile vereint und in einem neuen Erscheinungsbild auftritt. Was hingegen bleibt, sind zwei markante "Roost'sche" Merkmale:

Der einzelne Einflugschlitz und ein Aufhängerahmen für die Hornissennistkiste !



Modell im Massstab 1:3 der neuen Hornissennistkiste "form58"




Frühjahr 2019 - Die Hornissennistkisten (Honiki' s) mit Modell :



Das Modell steht auf der "Kleinen" Hornissennistkiste "form48", links "form68" und rechts "form58"


Die Modelle der einzelnen Baureihe werden nachfolgend einzeln vorgestellt und beschrieben: "form48", die "Kleine"; "form58", das Standardmodell; "form68", die "Grosse" !